Warum Schlaf mehr ist als Pause
Lange wurde Schlaf als verlorene Zeit betrachtet. Heute weiß man, dass im Schlaf sehr viel passiert. Das Gehirn ruht nicht einfach, sondern sortiert, was am Tag aufgenommen wurde.
Besonders interessant ist der Zusammenhang mit dem Lernen. Nachdem man etwas Neues geübt hat, wird die Information im Schlaf gefestigt. Deshalb empfehlen viele Fachleute, schwierigen Stoff am Abend zu wiederholen, statt die ganze Nacht durchzuarbeiten. Wer vor einer Prüfung nicht schläft, kann zwar mehr Stunden lernen, erinnert sich aber an weniger.
Auch der Körper nutzt die Nacht. Während wir schlafen, werden Zellen erneuert und das Immunsystem gestärkt. Erwachsene brauchen im Durchschnitt sieben bis acht Stunden, wobei es deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Menschen gibt.
Wie gut jemand schläft, hängt von mehreren Dingen ab. Ein regelmäßiger Rhythmus hilft, ebenso ein dunkles, kühles Zimmer. Bildschirme am späten Abend gelten dagegen als ungünstig. Viele Menschen liegen wach, obwohl sie müde sind, weil sie kurz vorher noch gearbeitet oder diskutiert haben.
Einerseits lässt sich Schlaf nicht erzwingen, andererseits kann man gute Bedingungen schaffen. Trotzdem gilt: Wer über längere Zeit schlecht schläft, sollte das nicht allein mit Tipps aus dem Internet lösen, sondern mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen.
- betrachten
- to regard, to view
- das Gehirn
- the brain
- der Zusammenhang
- the connection
- gefestigt
- consolidated (festigen)
- der Stoff
- the material (to learn)
- erneuern
- to renew
- erzwingen
- to force